Dechlorane

Z.B. Dechloran Plus®: Formel: C18H12Cl12 ; CAS-Nummer: 13560-89-9
Struktur von Dechloran Plus®
Quelle: PubChem

Chlorierte Flammschutzmittel

Dechloran Plus®, das zuerst als Ersatz für das Pestizid Mirex angewendet wurde, ist eine Chemikalie mit einem hohen Produktionsvolumen, die aus den beiden Isomeren syn- und anti-Dechloran Plus® besteht. Technische Gemische bestehen zu 60 bis 80% aus anti-Dechloran Plus(R). Anti-Cl11-Dechloran Plus (anti-Cl11-DP) und anti-Cl10-Dechloran Plus (anti-Cl10-DP) gehören zu den Abbauprodukten nach Dechlorierung. 1,5-Dechloran Plus® Mono-Addukt ist ein Transformationsprodukt (Diels Alder-Addukt) des Dechloran Plus®. Ähnliche Verbindungen zum Dechlorane Plus® sind Dechloran 602, Dechloran 603 und Dechloran 604 (ebenfalls Ersatzprodukte für Mirex).
Dechloran Plus® ist ein potenzieller Ersatzstoff für DecaBDE und steht im Verdacht, eine hohe Persistenz, Biomangifikation und erhebliches Ferntransportpotential aufzuweisen.

Untersuchte Substanzen

syn-Dechloran Plus Ein Flammschutzmittel
anti-Dechloran Plus Ein Flammschutzmittel
Dechloran 602 Ein Flammschutzmittel
Dechloran 603 Ein Flammschutzmittel
Dechloran 604 Ein Flammschutzmittel
Cl10 Dechloran Plus Ein Flammschutzmittel
Cl11 Dechloran Plus Ein Flammschutzmittel
1,5-Dechloran Plus Mono-Addukt Ein Flammschutzmittel

Probenarten

Dreikantmuschel Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen
Brassen Bioindikator in Fließgewässern und Seen
Schwebstoffe Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen
Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt
Aalmutter Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern
Silbermöwe Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren.
Fichte Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Kiefer Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Pyramidenpappel Ein typischer Laubbaum in ballungsraumnahen Ökosystemen und Indikator zur Charakterisierung der Immissionssituation einer Vegetationsperiode.
Buche Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe.
Reh, einjährig Die kleinste und häufigste Hirschart Europas.
Regenwurm (Aporrectodea longa) Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen.
Regenwurm (Lumbricus terrestris) Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen.
Boden Der Boden ist Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenlebewesen. In ihm laufen Umbau- und Abbauprozesse von Stoffen ab und er kann diese filtern, anreichern, aber auch wieder frei setzen.

Probenahmegebiete

BR/NP Berchtesgaden Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen
Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
Rhein Längster Fluss Deutschlands
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.
NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.
Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas
Verdichtungsraum Leipzig Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck einschließlich der Dübener Heide
NP Harz Größter Waldnationalpark in Deutschland
Solling Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland
BR Pfälzerwald Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands
Oberbayerisches Tertiärhügelland Teil des süddeutschen Molassebeckens
Donau Zweitlängster Strom Europas

Untersuchungszeitraum

1985 - 2016