NP Vorpommersche Boddenlandschaft

Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde

Der Nationalpark (NP) Vorpommersche Boddenlandschaft stellt einen repräsentativen Ausschnitt der vorpommerschen Ausgleichsküste sowie der Flachwasserzone der Ostsee als größtem Brackwasserlebensraum der Erde dar.

Er weist eine Vielzahl typischer Lebensräume auf. Dazu gehören Flachwasserökosysteme, Windwatten, Sandhaken, Nehrungen, aktive Kliffs, Strände und Dünen, zwei Boddenketten, Waldökosysteme mit vollständigem Spektrum von Pionier- zu Klimaxgesellschaften und deren natürliche Waldränder bzw. Kampfzonen an wachsenden und zurückschreitenden Meeresküsten und Boddenufern.

Das marine Ökosystem ist sehr dynamisch. Die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zeichnet sich durch eine extrem hohe Vielfalt hochspezialisierter Tier- und Pflanzenarten aus.

Das Probenahmegebiet erstreckt sich über eine Landfläche von 118 km2 sowie eine Wasserfläche von 687 km2  und umfasst den gesamten Nationalpark:

  • Es wird umfangreich touristisch und fischereiwirtschaftlich  genutzt.
  • Die Wasserqualität der Bodden wird im Wesentlichen über die landseitigen direkten Nähr- und Schadstoffeinträge aus den Küstenzuflüssen Recknitz und Barthe beeinflusst.
  • Hinzu kommen diffuse Einträge aus landwirtschaftlichen Quellen.
  • Der übermäßig hohe Nährstoffeintrag und der relativ geringe Wasseraustausch mit der Ostsee führen zu einer Nährstoffübersättigung (Eutrophierung) und somit zu einer Ökosystemschädigung.
  •  Anders ist die Situation im Bereich der äußeren Küstengewässer, in dem nördlich des Darß’ die niedrigsten Stickstoff- und Phosphatkonzentrationen der Ostsee gemessen werden.
     

Gebietsausschnitte

Probenarten

Analyte

Untersuchungszeitraum

1991 - 2019

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen