BR/NP Berchtesgaden

Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen

Der Nationalpark (NP) Berchtesgaden liegt in Bayern und wurde 1978 eingerichtet. Er stellt die Kern- und Pflegezone des 1990 ausgewiesenen Biosphärenreservats (BR) dar. Die Hochgebirgslandschaft ist geprägt von steilen, rauen Klippen und Bergen, die weit über 2000 Meter hoch sind. Das Umfeld des Schutzgebiets weist seit dem 19. Jahrhundert eine deutliche Bevölkerungsentwicklung auf und ist umfangreich als Erholungsgebiet erschlossen.

Das Probenahmegebiet BR/NP Berchtesgaden

  • weist eine repräsentative, vollständige alpine Lebensraumtypen-Ausstattung auf: Laub- und Nadelwälder, Latschenkieferngebüsche, Almweiden, Felsfluren, Moore, Bäche, Seen und Gletscher,
  • zeichnet sich durch eine extrem hohe alpine Artenvielfalt aus,
  • steht zu 67 % unter strengstem Schutz (Kernzone),
  • spiegelt die Belastungsentwicklung eines naturbelassenen Hochgebirges in Deutschland wider.

Gebietsausschnitte

WEG Wimbachtal Alpines Hochtal

Probenarten

Fichte Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Buche Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe.
Reh, einjährig Die kleinste und häufigste Hirschart Europas.
Boden Der Boden ist Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenlebewesen. In ihm laufen Umbau- und Abbauprozesse von Stoffen ab und er kann diese filtern, anreichern, aber auch wieder frei setzen.

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
DDT und Metabolite Toxisches persistentes Organochlorpestizid
Hexachlorcyclohexan Verschiedene isomere chemische Verbindungen aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit mindestens drei kondensierten Sechserringen
Perfluorierte und polyfluorierte Alkylverbindungen Persistente organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.
Stabile Isotope Atome eines Elements mit unterschiedlichem Gewicht
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1991 - 2016

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen