Dreikantmuschel

Dreiecksmuschel, Wandermuschel, Zebramuschel; wissenschaftlicher Name: Dreissena polymorpha
Dreikantmuschel
Foto: UPB-Projektgruppe Trier

Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen

Sie kommt überwiegend in langsam fließenden und stehenden Gewässern vor, erträgt auch Brackwasser und übersteht sogar kurzes Trockenfallen.
Die Muschel dient zum Teil als Nahrungsquelle von Fischen, u.a. auch dem Brassen. Selbst ernährt sie sich durch Filtration von Mikroorganismen aus dem Wasser. Damit gehört sie in limnischen Systemen zur Gruppe der Primärkosumenten. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und intensiven Exposition gegenüber Schadstoffen ist sie ein häufig verwendeter Organismus für passives sowie aktives Monitoring.

Zur Sicherung der Verfügbarkeit ausreichender Probenmengen, leichter Zugänglichkeit und besserer Reproduzierbarkeit wurde zusätzlich ein Expositionssystem aus kontaminationsfreien Besiedlungsplatten entwickelt, auf denen sich Larven ansiedeln und heranwachsen können. Die Probenahme erfolgt jährlich von September bis Ende November, möglichst nach dem letzten Ablaichen. Beprobt wird der gesamte Weichkörper.

Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha)

Untersuchte Zielorgane/Matrizes

Weichkörper Im Weichkörper der Muschel werden die aus dem Wasser filtrierten Stoffe angereichert. Er besteht überwiegend aus Muskeln und inneren Organen.

Probenahmegebiete

Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
Rhein Längster Fluss Deutschlands
Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas
Verdichtungsraum Leipzig Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck einschließlich der Dübener Heide
Donau Zweitlängster Strom Europas

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Metallorganische Verbindungen Organische Verbindungen mit mindestens einem Metallatom
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
DDT und Metabolite Toxisches persistentes Organochlorpestizid
Hexachlorcyclohexan Verschiedene isomere chemische Verbindungen aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit mindestens drei kondensierten Sechserringen
Stabile Isotope Atome eines Elements mit unterschiedlichem Gewicht
Flammschutzmittel Flammschutzmittel sollen die Entflammbarkeit von Gegenständen verringern
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1994 - 2018

Biometrische Parameter

Höhe  
Breite  
Länge  
Schalengewicht  

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben