Donau

Zweitlängster Strom Europas

Die Donau entspringt in Deutschland im Schwarzwald und ist mit 2.780 km der zweitlängste Fluss Europas und mit 800.000 km2 das zweitgrößte Flussgebiet Mitteleuropas. Sie ist die wichtigste Wasserstraßenverbindung von Mittel- nach Südosteuropa.
Das Probenahmegebiet umfasst den deutschen Abschnitt der Donau auf einer Länge von 586 km sowie ihr etwa 56.000 km² großes Wassereinzugsgebiet. Dies ist das drittgrößte Deutschlands.
Weitere wichtige Merkmale sind:

  • Sie gehört aufgrund des prägenden Einflusses der alpinen Zuflüsse zur Gruppe der Kaltwasserflüsse.
  • Durch die großen Wassermassen der alpinen Nebenflüsse weist die Donau durchschnittlich einen doppelt so hohen Abfluss wie die Elbe auf.
  • Zur intensiven Beschiffbarkeit wurden starke hydromorphologische Veränderungen vorgenommen. Es wurden zahlreiche Staustufen gebaut und  weite Teile des Flusses kanalisiert. Nur 20 % der Überschwemmungsgebiete, die im 19. Jahrhundert existierten, sind heute noch vorhanden und nur die Hälfte des Flusslaufs kann heute noch als zumindest „naturnah“ bezeichnet werden.
  • Die Donau ist entlang ihrem Lauf für rund 10 Millionen Menschen eine bedeutende Trinkwasserquelle.
  • Fünf Anrainerstaaten der Donau beziehen nennenswerte Anteile ihrer Energie aus Wasserkraftwerken an der Donau, nämlich Deutschland, Österreich, die Slowakei, Serbien und Rumänien.
  • Als einziges Fließgewässersystems Deutschlands entwässert die Donau nicht in die Nord- oder Ostsee, sondern nach Osten ins Schwarze Meer.
  • Durch Einwanderung pontokaspischer Arten bis in den deutschen Donauabschnitt weist sie im Vergleich zu den übrigen deutschen Flüssen zahlreiche andere Faunenelemente auf.
  • Im Vergleich zu den Fließgewässer-Probenahmegebieten Elbe und Rhein können die Probenarten Brassen und Dreikantmuschel deshalb anderen Konkurrenzverhältnissen und veränderten Nahrungsspektren ausgesetzt sein. 

Gebietsausschnitte

Oberhalb Illermündung Einziger Gebietsausschnitt in einem Fluss-Oberlauf
Unterhalb Altmühlmündung Der zentrale deutsche Donauabschnitt
Unterhalb Innmündung Letzter Gebietsausschnitt der Donau beim Verlassen von Deutschland

Probenarten

Dreikantmuschel Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen
Brassen Bioindikator in Fließgewässern und Seen
Schwebstoffe Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Metallorganische Verbindungen Organische Verbindungen mit mindestens einem Metallatom
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
DDT und Metabolite Toxisches persistentes Organochlorpestizid
Hexachlorcyclohexan Verschiedene isomere chemische Verbindungen aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit mindestens drei kondensierten Sechserringen
Biozide und Pflanzenschutzmittel Chemische Stoffe gegen Schadorganismen und für Pflanzenschutz
Perfluorierte und polyfluorierte Alkylverbindungen Persistente organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.
Stabile Isotope Atome eines Elements mit unterschiedlichem Gewicht
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

2002 - 2017