Standorte Humanproben

4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Konzeptionell ist die Probenahme im Humanbereich nicht an die nach ökosystemaren Gesichtspunkten ausgewählten Probenahmegebiete der Umweltproben gebunden, da der moderne Mensch aufgrund seiner Mobilität, der wechselnden Bedingungen im Wohnumfeld und am Arbeitsplatz sowie der Nahrungsmittelverteilung und des -konsums weitgehend außerhalb einer ökosystemaren Repräsentanz steht.

Jedoch ergibt sich durch die individuellen Wohnortwechsel der einzelnen Personen und Personengruppen in einer mobilen Gesellschaft eine weitgehend flächendeckende Repräsentanz mit einer bevorzugten Abdeckung ländlicher und industrieller Räume.

Somit gilt die regionale Zuordnung eindeutig nur für die ausgewählten Probenahmestandorte, mit denen unterschiedliche Belastungsräume Deutschlands erfaßt werden sollen.

Standorte

Münster Bedeutende Universitätsstadt sowie Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum in Nordrhein-Westfalen mit etwa 270.000 Einwohnern und 48.000 Studenten.
Greifswald Kleine Universitätsstadt mit etwa 54.000 Einwohnern und 12.000 Studenten in einer dünn besiedelter Region im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns.
Halle/Saale Alter Industriestandort in der ehemaligen DDR mit starkem Strukturwandel seit 1990 und etwa 230.000 Einwohnern und 20.000 Studenten.
Ulm Kleine Universitätsstadt in Süddeutschland an der Donau mit etwa 120.000 Einwohnern.

Probenarten

Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
Phthalate und Ersatzstoffe Weichmacher für PVC und andere Kunststoffe
Bisphenol A Wirtschaftlich wichtiger Ausgangsstoff für  Kunststoffe wie Polycarbonate und Epoxydharze
Biozide und Pflanzenschutzmittel Chemische Stoffe gegen Schadorganismen und für Pflanzenschutz
Perfluorierte und polyfluorierte Alkylverbindungen Persistente organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.
N-Alkyl-Pyrrolidone Weit verbreitete Lösungsmittel, die als reproduktionstoxisch eingestuft sind
Parabene Konservierungsmittel in Nahrung und Kosmetika
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1981 - 2018