Reh, einjährig

wissenschaftlicher Name: Capreolus capreolus
Einjähriges Reh
Foto: UPB-Projektgruppe Trier

Die kleinste und häufigste Hirschart Europas.

Das Reh gehört zu den zahlreichsten freilebenden größeren Pflanzenfressern in Europa. Es ist ein gut untersuchter Bioindikator mit ausreichender Standorttreue sowie großer Anpassungsfähigkeit in naturnahen, forstlich und agrarisch genutzten Ökosystemen.

Da die Jährlinge bis zur Brunft bei der Mutter verbleiben, repräsentieren sie die Belastung eines Jahres sowie eines Gebietes.

Rehwild ist ein beliebtes Nahrungsmittel, wodurch ein direkter Bezug zur Nahrungskette des Menschen besteht.
Die Bejagung und Probenahme der Jährlinge erfolgt von Mai bis Ende Juni. Das Zielorgan ist die Leber.

Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Europäisches Reh (Capreolus capreolus)

Untersuchte Zielorgane/Matrizes

Leber Als Hauptumschlagplatz der Stoffe im Körper lassen sich die meisten Schadstoffe am besten in der Leber nachweisen. Sie liegt im Bauchraum geschützt und wird beim Erlegen des Rehes durch den Schuss nicht verletzt. Darüber hinaus liefert sie eine große Probenmenge.

Probenahmegebiete

BR/NP Berchtesgaden Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen
Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.
Verdichtungsraum Leipzig Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck einschließlich der Dübener Heide
NP Harz Größter Waldnationalpark in Deutschland
Solling Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland
BR Pfälzerwald Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands
Oberbayerisches Tertiärhügelland Teil des süddeutschen Molassebeckens

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
DDT und Metabolite Toxisches persistentes Organochlorpestizid
Hexachlorcyclohexan Verschiedene isomere chemische Verbindungen aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe
Perfluorierte und polyfluorierte Alkylverbindungen Persistente organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.
Stabile Isotope Atome eines Elements mit unterschiedlichem Gewicht
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1989 - 2017

Biometrische Parameter

Gewicht  

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben