DDT und Metabolite

Dichlordiphenyltrichlorethan

Toxisches persistentes Organochlorpestizid

DDT ist ein Insektizid, das als sehr wirksames Kontakt- und Fraßgift in Land- und Forstwirtschaft eingesetzt wurde. Das kommerzielle Produkt besteht aus den Isomeren p,p’-DDT (ca. 77%), o,p’-DDT (ca. 15%) und den Abbauprodukten DDE (Dichlordiphenyldichlorethen) und DDD (Dichlordiphenyldichlorethan).
Von 1946 bis 1972 war es das meistgenutzte Insektizid, das insbesondere bei der Bekämpfung der Tropenkrankheit Malaria, die durch die Anopheles-Mücke übertragen wird, Bedeutung erlangte.

DDT ist in der Umwelt sehr persistent. Im Boden adsorbiert es an Bodenpartikel und kann durch Bodenausschwemmung in Gewässer gelangen. In der Atmosphäre kann DDT an Staubpartikel gebunden über große Entfernungen transportiert werden.

DDT akkumuliert im Fettgewebe von Tieren und wird im Nahrungsnetz angereichert (Biomagnifikation).

Für Menschen und Tiere ist DDT toxisch und wirkt als endokriner Disruptor. Darüber hinaus steht es im Verdacht, mutagen und kanzerogen zu sein.
Seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention 2004 darf DDT nur noch zur Bekämpfung krankheitsübertragender Insekten eingesetzt werden.

In der BRD gilt das DDT-Verbot bereits seit 1972. Auch in der DDR wurde die Anwendung von 1971 bis 1988 sukzessiv verboten. Allerdings hatte DDT in der Land- und Forstwirtschaft der DDR eine viel größere Bedeutung als in der BRD und wurde noch 1983 und 1984 in großen Mengen zur Bekämpfung des Borkenkäfers ausgebracht.

Untersuchte Substanzen

Probenarten

Probenahmegebiete

Untersuchungszeitraum

1985 - 2019