DDD und DDE in Schwebstoffen aus Rhein und Elbe

Deutlich höhere Belastungen in der Elbe

DDD und DDE sind Abbauprodukte des Insektizids DDT, das bis 1972 in der BRD und bis 1984 in der DDR in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt wurde. Beide Stoffe sind in der Umwelt persistent und reichern sich in Organismen und im Nahrungsnetz an.

Schwebstoffe aus Rhein und Elbe sind unterschiedlich stark mit DDD und DDE belastet. Die deutlich höheren Konzentrationen in der Elbe zeugen von dem später erlassenen Anwendungsverbot und dem stärkeren Einsatz von DDT in der DDR. Die niedrigere Belastung an der Probenahmefläche Blankenese am Unterlauf der Elbe ist auf einen Verdünnungseffekt durch Nordseewasser zurückzuführen.

DDD und DDE in Schwebstoffen aus Rhein und Elbe (Stapelbalkendiagramm)
Abb. 1: DDD und DDE in Schwebstoffen aus Rhein und Elbe (Stapelbalkendiagramm) Vergrößert anzeigen

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Schwebstoffe Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen

Analyte

p,p'-DDE DDE ist der Hauptmetabolit von DDT. Es ist langlebiger als der Ausgangsstoff und reichert sich stark in Organismen an. DDE steht im Verdacht, kanzerogen, mutagen und ein endokriner Disruptor zu sein.
p,p'-DDD DDD ist ein Metabolit von DDT, der insektizide Wirkung besitzt. Es gibt Hinweise auf Kanzerogenität und endokrine Wirksamkeit.

Probenahmegebiete

Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas
Rhein Längster Fluss Deutschlands