Blasentang

wissenschaftlicher Name: Fucus vesiculosus
Blasentang
Foto: UPB-Projektgruppe Trier

Braunalge, die in den Ufer- und Brandungszonen der Nord- und Ostsee weit verbreitet ist

Der Blasentang toleriert nicht nur große Schwankungen im Salzgehalt, sondern ist auch gegenüber der Wasserqualität relativ unempfindlich. Er wächst auf Steinen, Holz sowie Muscheln und ist für eine nachhaltige Beprobung in ausreichendem Maße verfügbar. Blasentang wird zwischen 30 und 100 cm lang und besteht aus dem Thallus und dem Haftfuß.
Durch seinen Verbleib am Ort bietet sich die Nutzung als Indikatororganismus für Schadstoffkonzentrationen des Umgebungswassers an. Im marinen Ökosystem wird er als Vertreter der Primärproduzenten beprobt.
Blasentang wird in Europa in der Lebensmittelindustrie als Zusatz- und Aromastoff verwendet.

Die Probenahme erfolgt im zweimonatigen Rhythmus in den Wattenmeeren und zweimal jährlich im Juni und November in der Ostsee. Am Ende eines Jahres werden die Monatsproben zu einem Jahreshomogenat zusammengeführt.
Beprobt wird der dichotom verzweigte Thallus.

Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Blasentang (Fucus vesiculosus)

Probenahmegebiete

NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Polyzyklische Moschusduftstoffe Gruppe synthetischer Duftstoffe
Stabile Isotope Atome eines Elements mit unterschiedlichem Gewicht
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1985 - 2012

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben