Chrysen + Triphenylen

CHR+TRI; Formel:C18H12; CAS-Nummer: 218-01-9 (CHR); 217-59-4 (TRI)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe mit vier verbundenen Sechserringen

Die Stoffe Chrysen und Triphenylen werden in den Proben als Summe bestimmt.

Chrysen kommt in fossilen Brennstoffen vor und wird bei unvollständiger Verbrennung von organischem Material freigesetzt. Es wird bei der Herstellung von UV-Filtern, Farbstoffen und Sensibilisatoren sowie zur Fluoreszenzmarkierung verwendet.

In die Umwelt gelangt es hauptsächlich durch anthropogene Aktivitäten wie Kohle- und Gasverbrennungsanlagen, Benzin-, Diesel- und Kerosinmotoren, Holzöfen, Abfallverbrennungsanlagen und Metallverarbeitende Industrien.
Chrysen wurde in Obst und Gemüse aus Anbaugebieten mit hoher atmosphärischer Belastung und Bodenbelastung nachgewiesen, in geräucherten und gegrillten Nahrungsmitteln und in fetthaltigem Fleisch.

In der Atmosphäre liegt es an Partikel gebunden vor und gelangt durch Nass- und Trockendeposition in Böden und Gewässer.
In der Umwelt wird es nur langsam abgebaut und reichert sich in den Umweltkompartimenten an. Es besitzt ein hohes Bioakkumulationspotenzial.

Im Laborversuch ist Chrysen mutagen und steht im Verdacht, kanzerogen zu sein.

Chrysen ist eines von 16 PAK, die von der U.S. EPA in die Liste der prioritären Schadstoffe aufgenommen wurden (EPA-Liste) und steht auf der EU-Liste von PAK, deren Untersuchung empfohlen wird.

Triphenylen kommt natürlich in fossilen Brennstoffen vor und kann aus Steinkohleteer gewonnen werden. Es ist ein allgegenwärtiges Produkt unvollständiger Verbrennung und lässt sich beispielsweise in Abgasen, Tabakrauch und Lebensmittel nachweisen, die Abgasen ausgesetzt wurden.

Im Laborversuch ist es mutagen. Aufgrund fehlender Daten können Kanzerogenität und andere toxische Effekte nicht bewertet werden.

Probenarten

Probenahmegebiete

Untersuchungszeitraum

1985 - 2019