Bisphenol A

BPA; 4,4'-Isopropylidendiphenol; Formel: C15H16O2; CAS-Nummer: 80-05-7
Struktur von Bisphenol A
Quelle: GSBL Stoffdatenpool

Wirtschaftlich wichtiger Ausgangsstoff für  Kunststoffe wie Polycarbonate und Epoxydharze

Bisphenol A (BPA) gehört zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen mit zwei Phenolringen. Es ist eine wichtige Industriechemikalie, die vor allem bei der Herstellung von Polycarbonaten und Epoxydharzen verwendet wird. Außerdem findet es sich in Weichmachern und Thermopapieren, wie z.B. Kassenbons und ist der Ausgangsstoff für das Flammschutzmittel Tetrabrombisphenol A (TBBPA).

Insbesondere bei der Verwendung von Polycarbonaten und Epoxydharzen im Lebensmittelbereich, z.B. in Babyflaschen, Lebensmittelbehältern und Schutzauskleidung von Dosen und Metalldeckeln, kann BPA sich aus der Kunststoffmatrix lösen und zu einer Belastung von Lebensmitteln führen. In die Umwelt gelangt BPA entweder direkt oder durch den Abbau BPA-haltiger Produkte. Es findet sich vorwiegend in Gewässern, während Boden und Luft deutlich geringere Konzentrationen aufweisen. Unter aeroben Bedingungen wird es rasch abgebaut. Trotzdem ist es in der Umwelt weit verbreitet, was auf ständige Neu-Emissionen hindeutet.

BPA ist endokrin wirksam und steht im Verdacht, neurotoxisch zu sein. Menschen nehmen BPA hauptsächlich über belastete Nahrung und über die Haut auf, z.B. bei Kontakt mit Thermopapier. Im Körper wird das toxikologisch relevante nicht konjugierte BPA relativ schnell zu BPA-Glucuronid und BPA-Sulfat metabolisiert und mit dem Urin ausgeschieden. Gesamt Bisphenol A umfasst sowohl nicht konjugiertes als auch konjugiertes BPA.

Seit 2010 bzw. 2011 darf BPA in Kanada und in der EU nicht mehr in Babyflaschen eingesetzt werden.

Untersuchte Substanzen

Gesamt Bisphenol A Gesamt Bisphenol A ist die Summe aus nicht konjugiertem und konjugiertem BPA.

Probenarten

Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Probenahmegebiete

Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Untersuchungszeitraum

1995 - 2009

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben