Blei-Belastung des Menschen

Die Bleikonzentrationen im Vollblut sanken nach Inkrafttreten des Benzin-Blei-Gesetzes stark; mittlerweise sind sie konstant niedrig.

Die Bleikonzentration im Vollblut der Studierenden aus Münster sank von über 70 µg/L (1981) innerhalb von 26 Jahren um ca. 83% auf Werte unterhalb von 15 µg/L (2008). In den letzten Jahren verbleibt die Bleiexposition konstant niederig: 2018 betrug die mittlere Bleikonzentration nur noch ca. 10 µg/L.
Basierend auf den Daten der Umweltprobenbank wurden die Referenzwerte zur Bleibelastung der Allgemeinbevölkerung durch die Kommission Human-Biomonitoring im Jahr 2018 angepasst: für 18-69-jährige Männer von 90 µg/L auf 40 µg/L und für 18-69-jährige Frauen von 70 µg/L  auf 30 µg/L. Diese Werte werden von den Studierenden weiterhin deutlich unterschritten. In Anbetracht des Fehlens einer Wirkschwelle und auf Grund der Einstufung der MAK-Kommission von Blei in die Kategorie 2 („als Krebs erzeugend für den Menschen anzusehen“) hat die Kommission die Human-Biomonitoring-Werte für Blei im Blut aller Personengruppen ausgesetzt.

Blei im Vollblut der Studierenden aus Münster seit 1981
Abb. 1: Blei im Vollblut der Studierenden aus Münster seit 1981 Vergrößert anzeigen
 

Ost-West Vergleich

Waren zu Beginn der Messungen im Ost-West Vergleich zwischen den Kollektiven Halle/Saale und Greifswald sowie Münster und Ulm noch geringe Unterschiede feststellbar - mit tendenziell etwas höheren Bleigehalten im Vollblut von Studierenden aus den neuen Bundesländern - so sind die Daten aller vier Standorte mittlerweile sehr ähnlich. 

Blei im Vollblut der Studierenden aller UPB-Standorte seit 1992
Abb. 2: Blei im Vollblut der Studierenden aller UPB-Standorte seit 1992 Vergrößert anzeigen
 
Aktualisiert am: 01.04.2020

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

  • Ideale Matrix für die meisten Chemikalien, da es im Kontakt mit dem gesamten Organismus und im Gleichgewicht mit den Organen und Geweben steht, in denen Chemikalien gespeichert werden.

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