Dieldrin

Formel: C12H8Cl6O; CAS-Nummer: 60-57-1
Struktur von Dieldrin
Quelle: Wikipedia

Hochwirksames Insektizid, das bis zum Beginn der 1970er Jahre häufig als Kontakt- und Fraßgift gegen Bodeninsekten wie Termiten, Grashüpfer und Käfer und gegen Textilinsekten eingesetzt wurde

Ein weiteres Einsatzgebiet war die Bekämpfung krankheitsübertragender Insekten in den Tropen, wie beispielsweise der Tsetse-Fliege.

Dieldrin ist der Hauptmetabolit und aktive Wirkstoff von Aldrin.

Dieldrin ist praktisch unlöslich in Wasser. Es haftet an Bodenpartikel und kann durch Ausschwemmung von Böden in Gewässer gelangen. In der Atmosphäre kann es an Staubpartikel gebunden über weite Entfernungen transportiert werden.

Dieldrin ist toxisch für Tiere und Menschen. Außerdem gibt es Hinweise auf Kanzerogenität und endokrine Wirksamkeit.
In der Umwelt ist Dieldrin sehr persistent. Es wird von Pflanzen und Tieren akkumuliert  und reichert sich im Nahrungsnetz an (Biomagnifikation).

Mit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention 2004 wurde der Gebrauch von Dieldrin weltweit beschränkt auf den Einsatz in der Landwirtschaft.

In der Bundesrepublik Deutschland ist Dieldrin bereits seit 1971 verboten.

Probenarten

Silbermöwe Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren.
Reh, einjährig Die kleinste und häufigste Hirschart Europas.

Probenahmegebiete

BR/NP Berchtesgaden Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen
Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.
NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.
Verdichtungsraum Leipzig Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck einschließlich der Dübener Heide
NP Harz Größter Waldnationalpark in Deutschland
Solling Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland
BR Pfälzerwald Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands
Oberbayerisches Tertiärhügelland Teil des süddeutschen Molassebeckens

Untersuchungszeitraum

1988 - 2018