Dieldrin in Silbermöweneiern aus Nord- und Ostsee

Signifikanter Belastungsrückgang in Nordsee-Proben

Dieldrin ist ein sehr wirksames Insektizid. In der Umwelt wird es nur langsam abgebaut und reichert sich stark in Organismen und im Nahrungsnetz an.
Silbermöweneier von den Nordsee-Standorten Trischen und Mellum wiesen Ende der 1980er Jahre relativ hohe Dieldrin-Konzentrationen auf, wobei Eier von Trischen stärker belastet waren. An beiden Standorten hat die Belastung seither signifikant abgenommen und liegt seit einigen Jahren im Bereich der Nachweisgrenze. Ein vergleichbar deutlicher Trend ist in Möweneiern von der Ostsee-Probenahmefläche Heuwiese nicht zu erkennen. Diese Unterschiede sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Dieldrin in der Bundesrepublik, anders als in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, bereits Anfang der 1970er Jahre verboten wurde.

Dieldrin in Silbermöweneiern von Nord- und Ostsee
Abb. 1: Dieldrin in Silbermöweneiern von Nord- und Ostsee Vergrößert anzeigen

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Silbermöwe Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren.

Analyte

Dieldrin Hochwirksames Insektizid, das bis zum Beginn der 1970er Jahre häufig als Kontakt- und Fraßgift gegen Bodeninsekten wie Termiten, Grashüpfer und Käfer und gegen Textilinsekten eingesetzt wurde

Probenahmegebiete

NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.