Blutplasma

Blutplasma-Probe
Foto: Fraunhofer IBMT

Ideale Matrix für die meisten Chemikalien, da es im Kontakt mit dem gesamten Organismus und im Gleichgewicht mit den Organen und Geweben steht, in denen Chemikalien gespeichert werden

Als Blutplasma wird der flüssige Bestandteil des Blutes bezeichnet, der als Transportmittel für die Blutzellen und für eine Vielzahl von Stoffen (u.a. Stoffwechselprodukte, Fette, Glukose, Eiweiße, Hormone, Mineralien, Sauerstoff, Kohlendioxid) dient. Sein Anteil am Gesamtblut liegt bei ca. 55%.  Im Gegensatz zum Blutserum sind im Blutplasma noch alle Gerinnungsfaktoren enthalten.

In der klinischen Diagnostik stellt Blutplasma die wichtigste Körperflüssigkeit dar. Essentielle Spuren- und Bulk-Elemente werden hier homöostatisch geregelt. Aufgrund des Lipidgehalts kann es auch zur Gehaltsbestimmung von organischen, fettlöslichen Xenobiotika herangezogen werden. In Abhängigkeit von der Verteilung eines Stoffes zwischen Blutplasma und den zellulären Bestandteilen des Blutes ist zu entscheiden, ob Analysen im Vollblut oder im Blutplasma sinnvoll sind.

Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Vollblut und Blutplasma (2015) - IBMT

Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Vollblut und Blutplasma (2011) - UKM

Probenahmegebiete

Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Analyte

Metalle Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Nichtmetalle Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Chlorkohlenwasserstoffe Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
Perfluorierte und polyfluorierte Alkylverbindungen Persistente organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.
Ergänzende Untersuchungsparameter Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten

Untersuchungszeitraum

1982 - 2018

Weiterführende Informationen

Literaturangaben