Perchlorat

Formel: ClO4-; CAS-Nummer: 14797-73-0
Struktur von Perchlorat
Quelle: PubChem

Salze der Perchlorsäure

Perchlorate, wie z. B. Natriumperchlorat, Ammoniumperchlorat und Kaliumperchlorat sind Salze der Perchlorsäure. Nach dem Lösen in Wasser liegt das Perchloratanion vor.
Natürlich kommen Perchlorate in einigen Minerallagerstätten vor, z.B. im Südwesten der USA und in der chilenischen Atacama-Wüste, wo sie als Verunreinigung in dem als Düngemittel verwendeten Chilesalpeter auftreten. Darüber hinaus können Perchlorate durch oxidative Prozesse in der Atmosphäre gebildet und, an Staubpartikel gebunden, mit Niederschlägen in Böden und Oberflächengewässer gelangen.
Der überwiegende Teil der in der Umwelt nachgewiesenen Perchlorate ist jedoch auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Perchlorate werden beispielsweise als Industriechemikalien und Arzneimittel verwendet und als Raketentreibstoff, in Feuerwerkskörpern und in Sprengstoffen eingesetzt. Darüber hinaus können sie auch bei der Bewässerung von Pflanzen mit  chloriertem Trinkwasser in die Umwelt gelangen oder - in geringen Mengen - aus chlorhaltigen Desinfektionsmitteln freigesetzt werden.

Perchlorate sind in der Umwelt persistent. Da sie den Stoffwechsel der Schilddrüse hemmen, gelten sie als toxisch für Menschen und höhere Tiere.

Probenarten

Fichte Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Buche Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe.
Boden Der Boden ist Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenlebewesen. In ihm laufen Umbau- und Abbauprozesse von Stoffen ab und er kann diese filtern, anreichern, aber auch wieder frei setzen.

Probenahmegebiete

Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.
Solling Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland
BR Pfälzerwald Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands
Oberbayerisches Tertiärhügelland Teil des süddeutschen Molassebeckens

Untersuchungszeitraum

2010 - 2013

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben