Polyzyklische Moschusduftstoffe

Gruppe synthetischer Duftstoffe

Polyzyklische Moschusverbindungen sind synthetische Duftstoffe, die beispielsweise in Kosmetika, Körperpflegemitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, Papier und Textilien eingesetzt werden.
Nach Gebrauch gelangen sie über Abwässer und Klärschlämme in die Umwelt. Dort werden sie nur langsam abgebaut. Sie sind lipophil und besitzen ein hohes Bioakkumulationspotenzial.

Polyzyklische Moschusverbindungen sind zum Teil hochtoxisch für aquatische Organismen. Für einige Verbindungen wurden phototoxische Effekte nachgewiesen. Andere sind im Tierversuch neurotoxisch und endokrin wirksam. Darüber hinaus stehen einige Verbindungen im Verdacht, kanzerogen zu sein.

Untersuchte Substanzen

HHCB Weltweit am häufigsten verwendete Substanz aus der Gruppe der polyzyklischen Moschusverbindungen
AHTN Eine der am häufigsten verwendeten Substanzen aus der Gruppe der polyzyklischen Moschusverbindungen

Probenarten

Brassen Bioindikator in Fließgewässern und Seen
Blasentang Braunalge, die in den Ufer- und Brandungszonen der Nord- und Ostsee weit verbreitet ist
Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt
Aalmutter Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern.

Probenahmegebiete

Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee
Rhein Längster Fluss Deutschlands
NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.
Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas
Dübener Heide Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck

Untersuchungszeitraum

1986 - 2003

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben