Irgarol

Cybutryn; 2-Methylthio-4-tert-butylamino-6-cyclopropylamino-s-triazin; Formel: C11H19N5S; CAS-Nummer: 28159-98-0
Struktur von Irgarol
Quelle: Wikipedia

Biozid, das in Antifouling-Mitteln eingesetzt wird

Irgarol (Cybutryn) ist ein sehr effektives Herbizid, das die Photosynthese von Pflanzen hemmt. Es wird vor allem in Antifoulingbeschichtungen von Schiffsrümpfen und Unterwasserbauten eingesetzt.
Seit Mitte der 1980er-Jahre diente Irgarol zunehmend als Ersatzstoff für den in der Europäischen Union seit 2003 verbotenen Antifouling-Wirkstoff Tributylzinn (TBT). Bis 2011 durfte Irgarol auch als Algizid in Beschichtungen von Außenfassaden verwendet werden.

Das Umweltbundesamt hat seit 2004 umfangreiche Mesokosmenstudien in Versuchsrinnen und -teichen durchgeführt sowie bundesweite Wasserproben auf Irgarol untersucht. Diese Ergebnisse fanden Eingang in die Ableitung der Umweltqualitätsnormen für Irgarol im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)  2013/39/EU sowie in die Risikobewertung zur EU-Biozid-Verordnung 528/2012.

Irgarol ist in aquatischen Ökosystemen persistent, toxisch für Algen und Unterwasserpflanzen und reproduktionstoxisch für Wasserschnecken.

Probenarten

Schwebstoffe Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen

Probenahmegebiete

Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Rhein Längster Fluss Deutschlands
Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas
Verdichtungsraum Leipzig Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck einschließlich der Dübener Heide

Untersuchungszeitraum

2006 - 2012