Kupfer in Miesmuscheln aus Nord- und Ostsee

Höherer Kupfergehalt in Miesmuscheln aus der Ostsee

Kupfer ist für höhere Organismen essentiell und seine Körperkonzentrationen werden reguliert. Dennoch können hohe Konzentrationen an bioverfügbarem Kupfer auf den Organismus toxisch wirken. Besonders intensiv ist die Exposition für filtrierende Organismen wie Miesmuscheln, die sowohl partikelgebundenes als auch gelöstes Kupfer aufnehmen und relativ hohe Konzentrationen anreichern können.
Miesmuscheln aus der Nordsee weisen geringere Kupfergehalte auf als Muscheln aus der Ostsee. Sie spiegeln damit die unterschiedlichen natürlichen Kupferkonzentrationen in Nord- und Ostsee wider.

Kupfergehalte von Miesmuscheln von der Nordsee-Probenahmefläche Königshafen und von der Ostsee-Probenahmefläche Darßer Ort
Abb. 1: Kupfergehalte von Miesmuscheln von der Ostsee-Probenahmefläche Darßer Ort und der Nordsee-Probenahmefläche Königshafen Vergrößert anzeigen

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt

Analyte

Kupfer In der Natur weit verbreitetes und von Menschen vielfach genutztes Metall

Probenahmegebiete

NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.