Di-n-butylphthalat

DBP; Benzol-1,2-dicarbonsäuredibutylester; Formel: C6H4[COO(CH2)3CH3]2 oder C16H22O4; CAS-Nummer: 84-74-2
Struktur von Di-n-butylphthalat (DBP)
Quelle: PubChem

Kurzkettiges Phthalat

Dibutylphthalat ist ein gut gelierbarer Weichmacher für Kunststoffe, z.B. für Poly-Acrylate und Polyacetat-Dispersionen. In Kombination mit anderen Weichmachern wurde er als Geliermittel in der Verarbeitung sogenannter Plastisole eingesetzt.
DBP findet sich beispielsweise in Bodenbelägen, Klebstoffen, Nitrocellulose-Lacken, Geliermitteln und Körperpflegeprodukten wie Deodorants, Haarsprays, Parfums. Es eignet sich gut als Lösungsmittel für Insektizide und öllösliche Farben. Darüber hinaus wird DBP zur magenresistenten Umhüllung von Kapsel, Tabletten und Dragees verwendet.

Durch seine breite Anwendung ist DBP in der Umwelt ubiquitär. In Luft, Boden und Sedimenten wird es jedoch relativ schnell abgebaut.

DBP steht im Verdacht endokrin wirksam, reproduktionstoxisch und fruchtschädigend zu sein.
Es ist sehr giftig für Wasserorganismen.

In der Europäischen Union (EU) ist DBP in Kosmetikartikeln, Babyartikeln und Spielzeug verboten und darf seit 2015 allgemein nur noch mit einer spezifischen Zulassung in Europa verwendet werden.

Im Rahmen der Umweltprobenbank wird in Humanproben nicht der Ausgangsstoff DBP selbst untersucht, sondern dessen Hauptabbauprodukte.

Untersuchte Substanzen

MnBP Mono-n-butylphthalat ist der primäre Metabolit von DnBP nach Abspaltung einer Butylgruppe.
OH-MnBP  
cx-MCPP

Probenarten

Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Probenahmegebiete

Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Untersuchungszeitraum

1988 - 2015