Diethylhexylphthalat

DEHP; Bis(2-ethylhexyl)phthalat; Formel: C6H4(COOC8H17)2 oder C24H38O4; CAS-Nummer: 117-81-7
Struktur von Diethylhexylphthalat (DEHP)
Quelle: PubChem

Für lange Zeit der wichtigste Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate weltweit

Diethylhexylphthalat (DEHP) wurde als Weichmacher in zahlreichen flexiblen Kunststoffprodukten eingesetzt. Vor allem bei der Herstellung von Weich-PVC , u.a. für Fußbodenbeläge, Tapeten, Kabelisolierungen, Autoteile, Medizinprodukte, Lebensmittelverpackungen, Kleidung und Spielzeug, wurde DEHP verwendet. Je nach Spezifikation kann Weich-PVC 20-80% DEHP enthalten. Der Stoff ist in Weich-PVC chemisch nicht fest gebunden. Durch ausgasen oder bei Kontakt mit Flüssigkeiten oder Fett wird DEHP herausgelöst und gelangt in die Umwelt. Dort bindet es bevorzugt an Partikel und kann so in der Luft über weite Strecken transportiert werden.

DEHP ist in Böden und Sedimenten persistent und besitzt ein hohes Bioakkumulationspotenzial. Es ist als reproduktionstoxisch Kategorie 2 eingestuft. Im Tierversuch ist es kanzerogen.

Mittlerweile ist DEHP EU-weit in Babyartikeln und Spielzeug verboten und darf seit 2015 allgemein nur noch mit einer spezifischen Zulassung in Europa verwendet werden.

Zur Quantifizierung der Exposition des Menschen mit DEHP werden 5 Hauptabbauprodukte im Urin analysiert, deren Summe in etwa 70% des aufgenommenen DEHP entspricht.

Untersuchte Substanzen

5OH-MEHP Mono(2-ethyl-5-hydroxyhexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
5oxo-MEHP Mono(2-ethyl-5-oxohexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
5cx-MEPP Mono(2-ethyl-5-carboxypentyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
MEHP Mono(2-ethylhexyl)phthalat ist das primäre Abbauprodukt von DEHP nach Abspaltung einer Alkoholgruppe.
2cx-MMHP Mono(2-carboxymethyl-hexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.

Probenarten

Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Probenahmegebiete

Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Untersuchungszeitraum

1988 - 2015