Di-n-butylphthalat
Kurzkettiges Phthalat, das als Hilfsstoff in Arzneimitteln zugelassen ist, wo es zur Magensaft-resistenten Verkapselung pharmazeutischer Produkte eingesetzt wird
Dibutylphthalat ist ein gut gelierbarer Weichmacher für Kunststoffe, z.B. für Poly-Acrylate und Polyacetat-Dispersionen. In Kombination mit anderen Weichmachern wird er als Geliermittel in der Verarbeitung sogenannter Plastisole eingesetzt.
DBP findet sich beispielsweise in Bodenbelägen, Klebstoffen, Nitrocellulose-Lacken, Geliermitteln und Körperpflegeprodukten wie Deodorants, Haarsprays, Parfums. Es eignet sich gut als Lösungsmittel für Insektizide und öllösliche Farben. Darüber hinaus wird DBP zur magenresistenten Umhüllung von Kapsel, Tabletten und Dragees verwendet.
Durch seine breite Anwendung ist DBP in der Umwelt ubiquitär. In Luft, Boden und Sedimenten wird es jedoch relativ schnell abgebaut.
DBP steht im Verdacht endokrin wirksam, reproduktionstoxisch und fruchtschädigend zu sein.
Es ist sehr giftig für Wasserorganismen.
In der EU ist DBP in Kosmetikartikeln, Babyartikeln und Spielzeug verboten.
Im Rahmen der Umweltprobenbank wird in Humanproben nicht der Ausgangsstoff DBP selbst untersucht, sondern dessen Hauptabbauprodukte.
Datenrecherche
Untersuchte Substanzen
| MnBP | Mono-n-butylphthalat ist der primäre Metabolit von DnBP nach Abspaltung einer Butylgruppe. |
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Probenarten
| Studentenkollektive | Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren. |
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Probenahmegebiete
| Standorte Humanproben | 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme. |
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Untersuchungszeitraum
1988 - 2008