Benzo[b]naphtho[2,1-d]thiophen in Miesmuscheln aus dem Jadebusen

Deutlich abnehmende Belastung seit Ende der 1980er Jahre

Benzo[b]naphtho[2,1-d]thiophen kommt in fossilen Brennstoffen vor und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material. In der Umwelt ist es relativ persistent und reichert sich in Organismen an.
Die Benzo[b]naphtho[2,1-d]thiophen-Konzentrationen in Miesmuscheln aus dem Jadebusen haben seit Ende der 1980er Jahre deutlich abgenommen. Als mögliche Ursache kommt verbesserter Emissionsschutz der Industriebetriebe beispielsweise in Wilhelmshaven und Nordenham in Betracht, aber auch eine geringere Belastung mit Öl, Diesel und Schiffsmotorenabgasen in dieser Meeresbucht.

Benzo[b]naphtho[2,1-d]thiophen in Miesmuscheln von der Probenahmefläche Eckwarderhörne
Abb. 1: Benzo[b]naphtho[2,1-d]thiophen in Miesmuscheln von der Probenahmefläche Eckwarderhörne Vergrößert anzeigen

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt

Analyte

Benzo(b)naphtho[2,1-d]thiophen Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit drei Sechserringen und einem Schwefelhaltigen Fünferring

Probenahmegebiete

BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.