Glyphosat

N-(Phosphonomethyl)glycin; Formel: C3H8NO5P ; CAS-Nummer: 1071-83-6
Struktur von Glyphosat
Quelle: PubChem

Weit verbreitetes Herbizid, dessen Gefahrenpotenzial für Gesundheit und Umwelt derzeit diskutiert wird

Glyphosat ist ein sehr wirksames Herbizid, das seit Mitte der 1970er Jahren Bestandteil zahlreicher Breitbandherbizide wie z. B. Roundup ist. Es wird weltweit in großen Mengen sowohl in der Landwirtschaft als auch in Privathaushalten gegen Unkräuter aller Art eingesetzt. In der Umwelt führt der Einsatz von Glyphosat zu einem Verlust der biologischen Vielfalt. Darüber fördert er das Entstehen von Glyphosat-resistenten Unkräutern, die mit anderen, teilweise giftigeren Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden müssen.

Glyphosat bindet fest an Bodenpartikel, so dass meist nur geringe Mengen ins Grundwasser gelangen. Hauptmetabolit von Glyphosat ist Aminomethylphosphonsäure (AMPA). Die Abbaugeschwindigkeit im Boden hängt wesentlich von der  Bodenbeschaffenheit ab und schwankt zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten.
Da der Stoff spezifisch auf ein Enzym wirkt, das nur bei Pflanzen, Pilzen und einigen Bakterien vorkommt ist seine akute Toxizität gegenüber Tieren relativ gering. Langzeitstudien deuten jedoch auf potenzielle Leber- und Nierentoxizität und auf endokrine Effekte bei Wirbeltieren hin. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass das Auftreten bestimmter Tumoren bei Menschen mit Glyphosat zusammenhängt.
Das Umweltverhalten von Glyphosat kann sich durch andere Inhaltsstoffe von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln verändern, wie z. B. durch Zusatzstoffe, die die Aufnahme von Glyphosat in Pflanzen erhöhen. Kommerzielle Pflanzenschutzmittel können daher toxischer sein, als der reine Wirkstoff Glyphosat.

Weitere Details

Untersuchte Substanzen

Glyphosat Sehr wirksames Herbizid und Wirkstoff zahlreicher Pflanzenschutzmittel
AMPA Aminomethylphosphonsäure (AMPA) ist der Hauptmetabolit von Glyphosat. Im Boden wird es langsamer abgebaut als die Ausgangssubstanz, so dass seine Umweltkonzentrationen oft höher sind als die von Glyphosat. AMPA ist akut nur gering toxisch.

Probenarten

Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Probenahmegebiete

Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Untersuchungszeitraum

2001 - 2015

Weiterführende Informationen

Verweise auf externe Informationen und gesetzliche Regelungen

Literaturangaben