Irgarol und Azolfungizide in Schwebstoffproben

Erstellt am 4. November 2014

Einträge von Bioziden in Oberflächengewässer

Der biozide Wirkstoff Irgarol wurde bis 2011 als Materialschutzmittel u.a. für  Fassaden und Dämmmaterial verwendet. Seit dem Auslaufen der Vermarktungsfähigkeit irgarolhaltiger Materialschutzmittel wird ein Anstieg der Verwendung anderer Materialschutzmittelwirkstoffe (z.B. Tebuconazol, Propiconazol) erwartet. Beide Ersatzwirkstoffe stehen im Verdacht endokrin wirksam zu sein.

In einer retrospektiven Untersuchung wurde anhand von Schwebstoffproben der Umweltprobenbank der Eintrag von Irgarol, Tebuconazol und Propiconazol aus Materialschutzmitteln in Oberflächengewässer untersucht. Aus den Jahren 2006 bis 2012 wurden Proben von sechs Probenahmeflächen ausgewählt, die vermutlich von städtischem Abwasser und Regenwassereinleitung dominiert sind.

Die Analysen zeigen, dass die Belastungen der Schwebstoffproben mit den bioziden Wirkstoffen für die meisten Standorte ähnlich sind. In der Regel wurden keine Trendverläufe innerhalb der Zeitreihen gefunden. Für Irgarol wurde an den Standorten Saar und Koblenz (Rhein) eine tendenzielle Abnahme der Konzentration festgestellt. Gleiches gilt für Propiconazol und Tebuconazol am Standort Bimmen (Rhein).

Die Daten der retrospektiven Untersuchung können recherchiert werden.

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