Entwicklung einer Verfahrensrichtlinie "Sedimente und Schwebstoffe"

2005, Reports

Schulze, Tobias; Ricking, Mathias
Berlin: Freie Universität Berlin, 2005. -128; FKZ: 301 02 013

Abstract

Die Umweltprobenbank ist ein wichtiger Bestandteil der Umweltbeobachtung in Deutschland. Sie hat die Aufgabe, ökologisch repräsentative Umweltproben zu sammeln, auf umweltrelevante Stoffe zu untersuchen und veränderungsfrei einzulagern. Auf diese Lagerproben kann langfristig für retrospektive Untersuchungen und Trendanalysen zurückgegriffen werden.

Die Umweltprobenbank stellt wegen ihres Langzeitcharakters hohe Anforderungen an die Repräsentativität und Reproduzierbarkeit der Proben. Daher müssen für den gesamten Arbeitsablauf von der Probenahme über den Probentransport, die Probenaufbereitung und chemische Charakterisierung bis zur Einlagerung der Proben und Auswertung der Daten spezifische Verfahren angewendet werden, die in entsprechenden Richtlinien niedergelegt sind. Wesentlich dabei ist, dass eine Probe nach der Probenahme schnellstmöglich über flüssigem Stickstoff eingefroren und die Kühlkette auch bei späteren Aufarbeitungsschritten sowie der Herstellung von Teilproben nicht mehr unterbrochen wird.

Die routinemäßige Beprobung von Sedimenten und Schwebstoffen ist in der Konzeption der UPB (BMU, 2002) vorgesehen. Im Rahmen des Projekts sollen alle notwendigen Untersuchungen zur Vorbereitung der Aufnahme dieser Probenarten in das Routineprogramm erfolgen. Eine entscheidende Grundlage dafür bildet die Erstellung der Verfahrensrichtlinien zur Probenahme und Probenaufarbeitung.

Gegenstand dieser Richtlinien ist die Planung, Durchführung und Dokumentation der Probenahmen. Die Vorbereitung der Probenahme von Sedimenten und Schwebstoffen (Probenahmerichtlinie, Gebietsauswahl und -charakterisierung, Flächenauswahl) erforderte einen umfassenden Abstimmungsprozess hinsichtlich methodischer Fragestellungen vor Beginn der routinemäßigen Probenahme und Einlagerung der Proben. Bei der Erstellung wurden aktuelle fachliche (z. B. relevante Normen) und rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Europäische Wasserrahmenrichtlinie) berücksichtigt. Im Rahmen von Expertenbefragungen und bei Projektgesprächen wurde die Problematik mit Vertretern des Umweltbundesamtes, des Fraunhofer Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie, der Universität Trier – Fachbereich Biogeografie und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ausführlich diskutiert.

Download: Abschlussbericht-Berichtsteil
Download: Anhang 1 zum Abschlussbericht -Tabellen und Karten
Download: Anhang 2 zum Abschlussbericht -Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Sediment (Entwurf)
Download: Anhang 3 zum Abschlussbericht -Richtlinie zur Probenahme und Probenbearbeitung Schwebstoff (Entwurf)