Fluoranthen in Fichtentrieben aus dem saarländischen Verdichtungsraum und dem Nationalpark Bayerischer Wald

Deutliche Belastungsunterschiede zwischen einem anthropogen beeinflussten und einem naturnahen Gebiet

Fluoranthen entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Dementsprechend sind die Umweltkonzentrationen in der Nähe von Industrieanlagen und in Ballungsräumen höher als in anthropogen unbelasteten Gebieten. Es ist in der Umwelt persistent und besitzt ein hohes Bioakkumulationspotenzial.
Anhand von Fichtentrieben aus dem saarländischen Warndt und dem Bayerischen Wald sind die unterschiedlichen Umweltbelastungen deutlich zu erkennen. Fichten aus dem Warndt weisen durchgängig höhere Fluoranthengehalte auf. Seit Mitte der 1980er Jahre hat die Belastung hier jedoch signifikant abgenommen. Mögliche Gründe sind verbesserte Emissionsschutzmaßnahmen und die Stilllegung der Völklinger Hütte im Jahre 1986. Dagegen liegen die Fluoranthengehalte in Fichten aus dem Bayerischen Wald seit Untersuchungsbeginn unverändert auf niedrigem Niveau.

Fluoranthen in Fichtentrieben aus dem saarländischen Warndt und der Probenahmefläche Hochlagenplateau im NP Bayerischer Wald
Abb. 1: Fluoranthen in Fichtentrieben aus dem saarländischen Warndt und der Probenahmefläche Hochlagenplateau im NP Bayerischer Wald Vergrößert anzeigen

 

Empfohlene Steckbriefe

Probenarten

Fichte Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.

Analyte

Fluoranthen Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit drei Sechserringen und einem Fünferring

Probenahmegebiete

Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.