Cobaltgehalte in Regenwürmern aus einem naturnahen Gebiet (Solling) und einer anthropogen geprägten Region (Dübener Heide)
Signifikant unterschiedliche Cobaltgehalte in Regenwürmern beider Standorte
Cobalt wird von Regenwürmern aufgenommen und gespeichert. Deren Körperkonzentrationen können somit zur Abschätzung der jeweiligen Umweltkonzentrationen herangezogen werden.
Regenwürmer aus Sievershausen im Solling weisen signifikant niedrigere Cobaltgehalte auf als Tiere aus dem Stadtgebiet Halle. Dies deutet auf sehr unterschiedliche Belastungen durch anthropogene Aktivitäten hin: Bei der Probenahmefläche im Solling handelt es sich um ein naturnahes Gebiet, das landwirtschaftlich genutzt wird (Weidewirtschaft). Die Probenahmefläche Würfelwiese in Halle liegt dagegen innerhalb eines Parkgeländes mitten in der Stadt, das zudem regelmäßig von der Saale überschwemmt wird. Die gesamte Region ist durch chemische Industrie geprägt.
Empfohlene Steckbriefe
Probenarten
| Regenwurm (Lumbricus terrestris) | Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen. |
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Analyte
| Cobalt | Natürlich vorkommendes Übergangsmetall |
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Probenahmegebiete
| Dübener Heide | Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck. |
|---|---|
| Solling | Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland. |