Belastung des Menschen mit Blei
Sinkende Bleikonzentrationen im Vollblut nach Inkrafttreten des Benzin-Blei-Gesetzes
Die Bleikonzentration im Vollblut der Probandenkollektive Münster sank von über 70 µg/L (1981) innerhalb von 26 Jahren um ca. 83% auf Werte unterhalb von 15 µg/L (2008) und lag damit weit unter dem bei Erwachsenen tolerierbaren Wert von bis zu 150 µg/L.
Von der Kommission Human-Biomonitoring wurden für den Bezugszeitraum 1997/1999 folgende Referenzwerte für Blei ermittelt: 90 µg/L für 18-69-jährige Männer und 70 µg/L für 18-69-jährige Frauen. Diese Werte werden deutlich und mit weiterhin abnehmender Tendenz unterschritten. In Anbetracht des Fehlens einer Wirkschwelle und auf Grund der Einstufung der MAK-Kommission von Blei in die Kategorie 2 („als Krebs erzeugend für den Menschen anzusehen“) hat die Kommission die HBM-Werte für Blei im Blut aller Personengruppen ausgesetzt.
Ost-West Vergleich
Beim Ost-West Vergleich zwischen den Kollektiven Halle/Saale und Greifswald sowie Münster und Ulm lassen sich für 2008 nur geringe Unterschiede feststellen, tendenziell sind die Bleigehalte im Vollblut von Probanden aus den neuen Bundesländern etwas höher.
Empfohlene Steckbriefe
Probenarten
| Vollblut | Ideale Matrix für die meisten Chemikalien, da es im Kontakt mit dem gesamten Organismus und im Gleichgewicht mit den Organen und Geweben steht, in denen Chemikalien gespeichert werden. |
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Analyte
| Blei | Natürlich vorkommendes toxisches Schwermetall. |
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Probenahmegebiete
| Standorte Humanproben | 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme. |
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