2002
Die Probenart Boden wird in den Routinebetrieb aufgenommen, die Beprobung von Boden findet alle vier Jahre statt.
Im August 2002 ist das Einzugsgebiet der Elbe von einem Jahrhunderthochwasser betroffen. Die Auswirkungen der Schadstofffrachten sind im Probenahmejahr 2004 zu finden.
Weitere Informationen zum Ereignis: http://elise.bafg.de/servlet/is/6889/
Probenahmegebiete
| BR/NP Berchtesgaden | Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen. |
|---|---|
| Saarländischer Verdichtungsraum | Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands. |
| Rhein | Längster Fluss Deutschlands. |
| NP Bayerischer Wald | Deutschlands erster Nationalpark. |
| NP Vorpommersche Boddenlandschaft | Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde |
| BR/NP Wattenmeere | Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt. |
| Elbe | Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas. |
| Dübener Heide | Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck. |
| NP Harz | Größter Waldnationalpark in Deutschland. |
| Oberbayerisches Tertiärhügelland | Teil des süddeutschen Molassebeckens. |
| Donau | Zweitlängster Strom Europas. |
| Standorte Humanproben | 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme. |
Probenarten
| Fichte | Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen. |
|---|---|
| Kiefer | Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen. |
| Pyramidenpappel | Ein typischer Laubbaum in ballungsraumnahen Ökosystemen und Indikator zur Charakterisierung der Immissionssituation einer Vegetationsperiode. |
| Buche | Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe. |
| Reh, einjährig | Die kleinste und häufigste Hirschart Europas. |
| Stadttaube | In fast jeder Stadt heimisch |
| Regenwurm (Lumbricus terrestris) | Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen. |
| Dreikantmuschel | Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen |
| Brassen | Bioindikator in Fließgewässern und Seen |
| Blasentang | Braunalge, die in den Ufer- und Brandungszonen der Nord- und Ostsee weit verbreitet ist |
| Miesmuschel | In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt |
| Aalmutter | Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern. |
| Silbermöwe | Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren. |
| Studentenkollektive | Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren. |
Analyte
| Metalle | Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen |
|---|---|
| Nichtmetalle | Nur achtzehn Elemente im Periodensystem |
| Metallorganische Verbindungen | Organische Verbindungen mit mindestens einem Metallatom |
| Chlorkohlenwasserstoffe | Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom |
| Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe | Gruppe organischer Verbindungen mit mindestens drei kondensierten Sechserringen |
| Phthalate | Weichmacher für PVC und andere Kunststoffe |
| Triclosan | Chloriertes aromatisches Biozid |
| Polyzyklische Moschusduftstoffe | Gruppe synthetischer Duftstoffe |
| Ergänzende Untersuchungsparameter | Zusatzinformationen für die Interpretation von Belastungsdaten |