Marine Ökosysteme

Struktur und Funktion mariner Ökosysteme sind nicht allein von Bedeutung für marine Organismen.  Alle großen Veränderungen im Meer ziehen auch Wandlungen terrestrischer Ökosysteme nach sich. Die Meere sind Wetterregulator, Verkehrsweg, Quelle zahlreicher Nahrungs- und Mineralstoffe und Endglied der ökosystemaren Belastungskette.

Hierbei sind die Küstenzonen als Bindeglied zwischen terrestrischen und marinen Ökosystemen von jeher diejenigen Bereiche des Meeres, die am stärksten vom Menschen beeinflußt werden.

Zur gleichen Zeit werden diese Lebensräume intensiv zur Nahrungsgewinnung und Erholung genutzt.

Der zweifache anthropogene Einfluß, einerseits durch Stoffeinträge, andererseits durch Ressourcennutzung, stellt heutzutage vielfach eine ernste Gefährdung für Bestand und Lebensfähigkeit dieser marinen Ökosysteme sowie für die menschliche Gesundheit dar.

Ereignisse in den Wattenmeerbereichen der Nordsee und den Küstenregionen der Ostsee dokumentierten eindringlich die begrenzte Belastbarkeit dieser sensiblen Ökosysteme.

Nur durch ein grundlegendes Verständnis dieser Systeme kann es gelingen, diese für Mensch und Natur gleichermaßen wichtigen Lebensräume funktionsfähig zu erhalten.

Als Vertreter für marine Ökosysteme wurden folgende Probenahmegebiete ausgewählt.

Probenahmegebiete

NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.