Hexachlorbenzol
Fungizid, das hauptsächlich als Beizmittel für Saatgut und als Holzschutzmittel verwendet wurde
Technisch wird es als Flammschutzmittel und Weichmacher eingesetzt. In der Pyrotechnik findet es Anwendung bei der Produktion von Nebelmunition.
Hexachlorbenzol ist Ausgangsstoff für verschiedene Verbindungen, wie beispielsweise Pentachlorphenol, und entsteht als Nebenprodukt bei Herstellung von Kunststoffen und Lösungsmitteln.
Aufgrund seines relativ hohen Dampfdruckes ist es in der Umwelt sehr mobil und verbreitet sich in allen Umweltmedien.
Zu den umweltrelevanten Merkmalen von Hexachlorbenzol zählen:
- Persistenz
- Bioakkumulationspotenzial
- Biomagnifikationspotenzial
- Toxizität gegenüber aquatischen Organismen
- Verdacht auf Kanzerogenität
- Verdacht auf Teratogenität und Entwicklungstoxizität
- Verdacht auf endokrine Wirksamkeit
In der Bundesrepublik Deutschland dürfen HCB-haltige Pflanzenschutzmittel seit 1981 nicht mehr angewendet werden, in der DDR galt das Verbot seit 1984.
Seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention 2004 ist die Verwendung von Hexachlorbenzol weltweit beschränkt auf den Einsatz als chemisches Intermediat und als Lösungsmittel für Pestizide.
Empfohlene Analysenbeispiele
Datenrecherche
Probenarten
| Reh, einjährig | Die kleinste und häufigste Hirschart Europas. |
|---|---|
| Stadttaube | In fast jeder Stadt heimisch |
| Regenwurm (Lumbricus terrestris) | Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen. |
| Dreikantmuschel | Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen |
| Brassen | Bioindikator in Fließgewässern und Seen |
| Aalmutter | Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern. |
| Silbermöwe | Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren. |
| Schwebstoffe | Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen |
| Studentenkollektive | Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren. |
Probenahmegebiete
| BR/NP Berchtesgaden | Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen. |
|---|---|
| Saarländischer Verdichtungsraum | Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands. |
| Bornhöveder Seengebiet | Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. |
| Rhein | Längster Fluss Deutschlands. |
| NP Bayerischer Wald | Deutschlands erster Nationalpark. |
| NP Vorpommersche Boddenlandschaft | Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde |
| BR/NP Wattenmeere | Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt. |
| Elbe | Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas. |
| Dübener Heide | Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck. |
| NP Harz | Größter Waldnationalpark in Deutschland. |
| Solling | Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland. |
| BR Pfälzerwald | Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands. |
| Oberbayerisches Tertiärhügelland | Teil des süddeutschen Molassebeckens. |
| Donau | Zweitlängster Strom Europas. |
| Standorte Humanproben | 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme. |
Untersuchungszeitraum
1985 - 2010