Blei

Formel: Pb; CAS-Nummer: 7439-92-1

Natürlich vorkommendes toxisches Schwermetall

Blei kommt in der Natur meist in Form von Mineralien vor. Es ist sehr leicht zu verarbeiten und wegen seiner hohen Dichte geeignet, Strahlung und Schallwellen abzufangen. Blei wird daher im Schiffbau und im Strahlenschutz eingesetzt. Der größte Anwendungsbereich ist jedoch die Elektrotechnik (Autobatterien). Es spielt aber auch im Maschinenbau, im Bauwesen, als Munition, in der Pyrotechnik und anderen Bereichen der chemischen Industrie eine große Rolle. Die organische Bleiverbindung Tetraethylblei wurde bis Ende der 1980er Jahre als Antiklopfmittel Benzin beigemischt.

Blei gelangt hauptsächlich durch anthropogene Aktivitäten in die Umwelt. Der natürliche Eintrag durch Verwitterung und vulkanische Aktivität ist dagegen relativ gering. Gewässerbelastungen entstehen hauptsächlich durch Ausschwemmung von Blei aus Böden, durch  Lufteintrag und Abwässer. Über Pflanzen, Tiere und Wasser gelangt Blei in die Nahrungskette des Menschen.

Für viele Bleiverbindungen gelten folgende umweltrelevante Merkmale:

Empfohlene Analysenbeispiele

Probenarten

Fichte Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Kiefer Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Pyramidenpappel Ein typischer Laubbaum in ballungsraumnahen Ökosystemen und Indikator zur Charakterisierung der Immissionssituation einer Vegetationsperiode.
Buche Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe.
Stadttaube In fast jeder Stadt heimisch
Dreikantmuschel Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen
Brassen Bioindikator in Fließgewässern und Seen
Blasentang Braunalge, die in den Ufer- und Brandungszonen der Nord- und Ostsee weit verbreitet ist
Miesmuschel In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt
Aalmutter Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern.
Silbermöwe Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren.
Schwebstoffe Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen
Studentenkollektive Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.

Probenahmegebiete

BR/NP Berchtesgaden Einziger Hochgebirgs-Nationalpark in Deutschland und international bedeutsamer Ausschnitt der nördlichen Kalkalpen.
Saarländischer Verdichtungsraum Bedeutendes, altindustriealisiertes Ballungszentrum Deutschlands.
Bornhöveder Seengebiet Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee.
Rhein Längster Fluss Deutschlands.
NP Bayerischer Wald Deutschlands erster Nationalpark.
NP Vorpommersche Boddenlandschaft Nationalpark im größten Brackwasserlebensraum der Erde
BR/NP Wattenmeere Nationalpark im größten zusammenhängenden Schlick- und Sandwatt der Welt.
Elbe Viertgrößtes Flussgebiet Mitteleuropas.
Dübener Heide Gebiet im Mitteldeutschen Chemiedreieck.
NP Harz Größter Waldnationalpark in Deutschland.
Solling Zweithöchstes und zweitgrößtes Mittelgebirge in Norddeutschland.
BR Pfälzerwald Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands.
Oberbayerisches Tertiärhügelland Teil des süddeutschen Molassebeckens.
Donau Zweitlängster Strom Europas.
Standorte Humanproben 4 Universitätsstädte als Standorte für die Probenahme.

Untersuchungszeitraum

1981 - 2010