Glossar
0..9
24-h-Sammelurin
Eine ideale Matrix für das Human-Biomonitoring, weil mit dem Urin Chemikalien und/oder deren Metabolite ausgeschiedenen werden, die zuvor in direktem Kontakt mit dem Organismus standen. Messungen im Urin können somit zuverlässige Aussagen über die interne Belastung des Menschen liefern.
2cx-MMHP
Mono(2-carboxymethyl-hexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
4-Nonylphenol
Alkylphenol mit einem C9-Alkyl-Rest
4-tertiär-Octylphenol
Alkylphenol mit einem C8-Alkyl-Rest
5cx-MEPP
Mono(2-ethyl-5-carboxypentyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
5OH-MEHP
Mono(2-ethyl-5-hydroxyhexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
5oxo-MEHP
Mono(2-ethyl-5-oxohexyl)phthalat ist ein sekundäres Abbauprodukt von DEHP.
7cx-MiNP
Mono(4-methyl-7-carboxyheptyl)phthalat ist ein oxydierter Metabolit von DiNP mit funktioneller Carboxyl-Gruppe.
7OH-MiNP
Mono(4-methyl-7-hydroxyoctyl)phthalat ist ein oxydierter Metabolit von DiNP mit funktioneller OH-Gruppe.
7oxo-MiNP
Mono(4-methyl-7-oxo-octyl)phthalat ist ein oxydierter Metabolit von DiNP mit funktioneller oxo-Gruppe.
A
Aalmutter
Der einzige lebendgebärende Fisch in deutschen Küstengewässern.
Abiotische Faktoren
Physikalische und chemische Umweltfaktoren, die eine Umgebung beeinflussen, wie beispielsweise Licht, Temperatur, Strömung, Druck, Salzgehalt und pH
aerob
Bezeichnung für eine sauerstoffabhängige Lebensweise oder für chemische Reaktionen, die Sauerstoff benötigen
Agrar-Ökosysteme
Agrar-Ökosysteme nehmen mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands ein und prägen somit entscheidend die Landschaft.
AHTN
Eine der am häufigsten verwendeten Substanzen aus der Gruppe der polyzyklischen Moschusverbindungen
Algizid
Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Algen
Alkylphenolverbindungen
Gruppe nichtionischer Tenside und ihrer Abbauprodukte
alpha-HCH
Der mengenmäßig wichtigste Bestandteil von technischem HCH
anaerob
Bezeichnung für eine Lebensweise oder für chemische Reaktionen, die keinen Sauerstoff benötigen bzw. nur unter Sauerstoffausschluss ablaufen
Analyte
Es werden Stoffe oder Stoffgruppen untersucht, die entweder den physiologischen Grundzustand oder toxische oder kanzerogene Bedingungen beschreiben.
Anopheles
Mosquito-Gattung, von der einige Arten die Tropenkrankheit Malaria übertragen können
Anorganische Spezies
Bindungsform und Oxidationszustand von Elementen, meist für Metalle bzw. Metalloide verwendet
Anorganischer Kohlenstoff (TIC)
Der anorganische Kohlenstoffgehalt (Total Inorganic Carbon, TIC) einer Probe ist ein Maß für den Gehalt an anorganischen Kohlenstoffverbindungen wie Kohlendioxid, Carbonate und Hydrogencarbonate.
Äquivalentdurchmesser
Maß für die Größe von unregelmäßig geformten Partikeln, das z.B. bei der Korngrößenbestimmung von Böden und Sedimenten verwendet wird
Archiv
Um ein retrospektives Monitoring, also die Analyse der Proben von gestern mit den Methoden von morgen, zu ermöglichen, ist die Langzeitlagerung der Umwelt- und Humanproben die zentrale Aufgabe der Umweltprobenbank des Bundes: Die Umweltprobenbank stellt ein Archiv des Umweltzustandes Deutschlands zu den jeweiligen Probenahmezeitpunkten dar.
Arsen
Weit verbreitetes toxisches Halbmetall
B
Bakterizid
Chemische Substanz zur Abtötung von Bakterien
Ballungsraumnahe Ökosysteme
Ballungsraumnahe oder auch urban-industrielle Ökosysteme sind Handlungsräume des Menschen, in denen Naturfaktoren zum Teil erheblich modifiziert oder außer Kraft gesetzt werden und besonders im Bebauungsraum nur noch fragmentarisch vorhanden sind.
Benadelungsgrad
Summe der anteiligen Nadelmassen aller Jahrgänge in Prozent
Benzo(b)naphtho[2,1-d]thiophen
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit drei Sechserringen und einem Schwefelhaltigen Fünferring
Benzo[a]pyren
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit fünf verbundenen Sechserringen
Benzo[e]pyren
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit fünf verbundenen Sechserringen
Benzo[ghi]perylen
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit sechs verbundenen Sechserringen
Benz[a]anthracen
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit vier verbundenen Sechserringen
beta-HCH
Stabilstes HCH-Isomer mit dem größten Potenzial zur Anreicherung im Nahrungsnetz
Bioakkumulation
Anreicherung eines Stoffes in einem Organismus
Bioakkumulationspotenzial
Fähigkeit eines Stoffes, sich in Organismen anzureichern, unabhängig von dem Aufnahmepfad (umgebendes Medium, Nahrung)
Biodiversität
Biologische Vielfalt
Biomagnifikation
Anreicherung eines Stoffes in einem Organismus über die Nahrungsaufnahme
Biomagnifikationspotenzial
Fähigkeit eines Stoffe, sich im Nahrungsnetz anzureichern
Biosphärenreservat
Großflächige, seit 1976 im Rahmen des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) anerkannte Schutzgebiete (Natur- und wertvolle Kultur-Landschaften)
Bioverfügbarkeit
Differenz zwischen der Menge eines Stoffes, dem ein Organismus ausgesetzt ist, und dem Anteil, der tatsächlich aufgenommen und absorbiert wird
Biozid
Chemischer Stoff, der in der Lage ist, lebende Organismen abzutöten
Blasentang
Braunalge, die in den Ufer- und Brandungszonen der Nord- und Ostsee weit verbreitet ist
Blei
Natürlich vorkommendes toxisches Schwermetall
Blutplasma
Ideale Matrix für die meisten Chemikalien, da es im Kontakt mit dem gesamten Organismus und im Gleichgewicht mit den Organen und Geweben steht, in denen Chemikalien gespeichert werden
Brassen
Bioindikator in Fließgewässern und Seen
Buche
Dominierender Laubbaum in Mitteleuropa mit Vorkommen auf fast allen Böden sowie bis in über 1100 m Höhe.
Butylbenzylphthalat
Einziges industriell bedeutsames Phthalat mit unterschiedlichen Seitenketten, wobei eine davon eine Benzylgruppe darstellt
C
Cadmium
Sehr seltenes Metall, das überwiegend zusammen mit Zinkerzen vorkommt
Chlorkohlenwasserstoffe
Gruppe organischer Verbindungen mit wenigstens einem kovalent gebundenen Chloratom
Cholesterin
Lebenswichtiges Steroid und Gradmesser für Störungen des Fettstoffwechsels und des Risikos von Gefäßverkalkung, Herzerkrankungen und Schlaganfall
Chrom
Natürlich vorkommendes Übergangsmetall
Chronische Toxizität
Giftigkeit eines Stoffes bei wiederholter oder kontinuierlicher Aufnahme über einen längeren Zeitraum
Chrysen + Triphenylen
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe mit vier verbundenen Sechserringen
Cobalt
Natürlich vorkommendes Übergangsmetall
Coronen
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit sieben verbundenen Sechserringen
D
DDT und Metabolite
Toxisches persistentes Organochlorpestizid
Di-n-butylphthalat
Kurzkettiges Phthalat, das als Hilfsstoff in Arzneimitteln zugelassen ist, wo es zur Magensaft-resistenten Verkapselung pharmazeutischer Produkte eingesetzt wird
Diastereomere
Moleküle mit gleicher Summenformel aber unterschiedlicher räumlicher, jedoch nicht spiegelbildlicher Anordnung der Atome
Dichotom
Zweigeteilt, in zwei Äste gegabelte Pflanzensprossen
Dichte (Urin)
Gradmesser für die Nierenfunktion
Dieldrin
Hochwirksames Insektizid, das bis zum Beginn der 1970er Jahre häufig als Kontakt- und Fraßgift gegen Bodeninsekten wie Termiten, Grashüpfer und Käfer und gegen Textilinsekten eingesetzt wurde
Diethylhexylphthalat
Weltweit der wichtigste Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate
Diisobutylphthalat
Kurzkettiges Phthalat, auf dessen Einsatz in Verpackungsmaterialien für Lebensmittel die Industrie seit 2007 freiwillig verzichtet
Diisononylphthalat
Gemisch organisch-chemischer Verbindungen aus der Gruppe der Phthalate, das vor allem als Weichmacher dient und zunehmend anstelle von DEHP eingesetzt wird
Dioxine
Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine (PCDDs). Hochgiftige, persistente, organische Schadstoffe
Dreikantmuschel
Invasive, weit verbreitete Muschelart in Flüssen und Seen mit guten Indikatoreigenschaften für Gewässerbelastungen
E
Eisen
Natürlich vorkommendes Übergangsmetall
Enantiomere
Molekülpaar mit gleicher Summenformel aber spiegelbildlicher räumlicher Anordnung der Atome
endokrine Wirksamkeit
Potenzial eines Stoffes, hormonähnliche Wirkung zu entfalten und so das physiologische Gleichgewicht des Hormonsystems von Tieren und Menschen zu stören
Endokriner Disruptor
Natürlicher oder synthetischer exogener Stoff, der wie ein Hormon wirkt (hormonell wirksamer Stoff) und so das physiologische Gleichgewicht des Hormonsystems von Tieren und Menschen stört
Entwicklungstoxizität
Potenzial eines Stoffes, Wachstum und Entwicklung von Organismen zu beeinträchtigen
EPA-Liste
16 EPA-PAK. Von der Amerikanischen Bundesumweltbehörde (US-Environmental Protection Agency) zusammengestellte Liste mit 16 PAK, die als prioritäre Umweltschadstoffe eingestuften sind und häufig stellvertretend für die Gruppe der PAK in Umweltproben untersucht werden
EU-Liste
Von der EU und dem Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss zusammengestellte Liste mit 15+1 als prioritär eingestuften PAK, die stellvertretend für die Gruppe der PAK stehen
Eutrophierung
Anreicherung von chemischen Nährstoffen in einem Ökosystem, die zu stark vermehrtem Wachstum von Pflanzen, Algen und anderen photosynthetisch aktiven Organismen wie Cyanobakterien führt
F
Fettgehalt
Parameter zur Normierung der Konzentrationen lipophiler Stoffe
Fichte
Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Fließgewässer-Ökosysteme
Fließgewässer-Ökosysteme können als Endglieder im Wirkungsgefüge der Landschaft bezeichnet werden, indem sie als Sammelbecken und Transportmedium des Festlandaustrags fungieren und ihn in die marinen Ökosysteme weiterleiten.
Fluoranthen
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit drei Sechserringen und einem Fünferring
Forst-Ökosysteme
Nahezu ein Drittel Deutschlands ist mit Wald bedeckt, der überwiegend forstwirtschaftlich genutzt wird.
Frischgewicht
Bezugsgröße für Schadstoffgehalt, auf die Frischsubstanz bezogen.
Synonym: Feuchtgewicht, Nassgewicht
Fungizid
Chemischer oder biologischer Wirkstoff, der zur Bekämpfung von Pilzen und Pilzsporen eingesetzt wird
Furane
Polychlorierte Dibenzofurane (PCDFs). Hochgiftige, persistente, organische Schadstoffe
G
Gesamteiweiß
Indikator für den Eiweißstoffwechsel
Gesamtkohlenstoff (TC)
Der Gesamtkohlenstoffgehalt (Total Carbon, TC) einer Probe ist die Summe des Kohlenstoffs aus allen anorganischen und organischen Verbindungen und des freien Kohlenstoffs.
Gesamtvolumen (Urin)
Unverzichtbare Zusatzgröße für die Ermittlung und Beurteilung der Nierenfunktion
H
Halbmetall, Metalloid
Elemente, die anhand ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften weder eindeutig den Metallen noch den Nichtmetallen zugeordnet werden können
Herbizid
Chemischer Stoff, der zur Bekämpfung von unerwünschten Pflanzen (Unkraut) eingesetzt wird
Hexachlorbenzol
Fungizid, das hauptsächlich als Beizmittel für Saatgut und als Holzschutzmittel verwendet wurde
Hexachlorcyclohexan
Verschiedene isomere chemische Verbindungen aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe
HHCB
Weltweit am häufigsten verwendete Substanz aus der Gruppe der polyzyklischen Moschusverbindungen
Homogenat
Mischprobe, die durch Zusammenführung von tiefkalten Proben einer Matrix (z.B. ganze Organismen wie Regenwürmer oder Organe wie Leber von Fischen) und anschließender Vermahlung bei Tiefsttemperaturen zu einem feinkörnigen homogenen Material entsteht
Homöostase
Selbstregulation
Humanproben
Körperflüssigkeiten und Haare vom Menschen.
I
Indeno[1,2,3-cd]pyren
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit fünf Sechserringen und einem Fünferring
Insektizid
Chemisches Mittel zur Bekämpfung von Insekten und deren Entwicklungsstadien
Isomere
Chemische Verbindungen mit gleicher Summenformel aber unterschiedlicher Struktur (Konstitutions- oder Strukturisomerie) oder unterschiedlicher räumlicher Anordnung der Atome (Stereoisomerie)
K
Kalium
Natürlich vorkommendes Alkalimetall
Kanzerogenität
Eigenschaft eines Stoffes oder einer Strahlung, Krebserkrankungen auszulösen oder zu fördern
Kiefer
Bedeutender Primärproduzent in vielen naturnahen und anthropogen beeinflussten Ökosystemen.
Kohlenstoffgehalt
Grundbaustein aller Lebewesen und Bestandteil von Mineralien, wie z.B. Kalkstein
Kollektiv
hier: Gruppe von Probanden, die an einem Ort Proben liefern
Kongener
Chemische Verbindungen mit der gleichen Grundstruktur, aber unterschiedlichen Substitutionsmustern
Kontaktallergie
Allergische Reaktion der Haut nach Kontakt mit bestimmten Stoffen, beispielsweise synthetischen Duftstoffen oder Metallen
Kopfhaar
Ideale Matrix für den Nachweis einer Methylquecksilberbelastung.
Korngrößenverteilung
Wichtiger Parameter für die Charakterisierung eines Bodens
Kreatinin
Abbauprodukt von Kreatinphosphat im Muskel und Gradmesser für Nierenfunktionsstörungen
Kupfer
In der Natur weit verbreitetes und von Menschen vielfach genutztes Metall
L
Limnische Proben
Tierische Proben aus Flüssen und Seen.
Lindan (gamma-HCH)
Sehr wirksames Insektizid, dessen Einsatz in der Landwirtschaft seit 2002 verboten und seit 2007 in pharmazeutischen Produkten eingeschränkt ist
Lipophilie
Lipophil = „fettliebend“. Eigenschaft eines Stoffes, sich in Fetten, Ölen und unpolaren Lösungsmitteln wie Hexan zu lösen oder selbst Fette und Öle zu lösen
M
Magnesium
Natürlich vorkommendes untoxisches Erdalkalimetall
MAK
Maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen
Malaria
Von Moskitos übertragene Tropenkrankheit, die mit periodischen Fieberschüben einhergeht und häufig tödlich verläuft
Mangan
Natürlich vorkommendes Übergangsmetall
Marine Ökosysteme
Struktur und Funktion mariner Ökosysteme sind nicht allein von Bedeutung für marine Organismen. Alle großen Veränderungen im Meer ziehen auch Wandlungen terrestrischer Ökosysteme nach sich. Die Meere sind Wetterregulator, Verkehrsweg, Quelle zahlreicher Nahrungs- und Mineralstoffe und Endglied der ökosystemaren Belastungskette.
Marine Proben
Proben von Meerestieren, Meerespflanzen und Seevögeln.
Matrix
Probenmaterial, z.B. Brassenleber, Brassenmuskulatur, Weichkörper von Muscheln
MBzP
Mono-benzylphthalat ist der primäre Metabolit von Butylbenzylphthalat (BBzP) nach Abspaltung der Butylgruppe.
Median
In der Statistik der Wert, der die nach ihrer Größe geordneten Rangreihe der Messwerte (Verteilung) halbiert.
Synonym: Zentralwert
MEHP
Mono(2-ethylhexyl)phthalat ist das primäre Abbauprodukt von DEHP nach Abspaltung einer Alkoholgruppe.
Metabolismus
Stoffwechsel von chemischen Stoffen durch Zellen
Metabolit
Zwischen- oder Endprodukt von Stoffwechselvorgängen
Metalle
Achtzig Prozent der Elemente auf der Erde gehören zu den Metallen
Metallorganische Verbindungen
Organische Verbindungen mit mindestens einem Metallatom
Methyl-Triclosan
Methylierungsprodukt von Triclosan
Methylquecksilber
Metallorganische Verbindung, die unter natürlichen Bedingungen aus anorganischen Quecksilber-Ionen entsteht
MiBP
Mono-iso-butylphthalat ist der primäre Metabolit von DiBP nach Abspaltung einer iso-Butylgruppe.
Miesmuschel
In Nord- und Ostsee weit verbreitete Muschelart, die zu den wichtigsten essbaren Muscheln zählt
MnBP
Mono-n-butylphthalat ist der primäre Metabolit von DnBP nach Abspaltung einer Butylgruppe.
Molluskizid
Chemisches Mittel zur Bekämpfung von Weichtieren, insbesondere von Schnecken
Mutagenität
Potenzial eines Stoffes oder einer Strahlung, Veränderungen am Erbgut (Mutation) hervorzurufen
N
Nationalpark
Klar umschriebenes Gebiet, das durch Schutzmaßnahmen vor menschlichen Eingriffen und Umweltverschmutzung geschützt wird und von dem der überwiegende Teil die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllt
Naturnahe terrestrische Ökosysteme
Naturnahe Ökosysteme sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre ursprüngliche Struktur und Funktionsweise ohne stärkere menschliche Beeinflussung erhalten geblieben ist.
Nichtmetalle
Nur achtzehn Elemente im Periodensystem
Nickel
Natürlich vorkommendes Übergangsmetall
O
Octachlorstyrol
Persistente, bioakkumulierende und toxische aromatische Organochlorverbindung
Ökosysteme
Die Untersuchungen werden in 6 Ökosystemtypen durchgeführt.
Organische Quecksilberverbindungen
Organische Verbindungen mit mindestens einem Quecksilberatom
Organische Zinnverbindungen
Gruppe metallorganischer Verbindungen des Zinns
Organischer Kohlenstoff (TOC)
Der organische Kohlenstoffgehalt (Total Organic Carbon, TOC) einer Probe ist ein Maß für die organische Substanz, die die gesamte lebende und tote Biomasse umfasst.
Organochlorpestizide
Chlorkohlenwasserstoffe mit insektizider Wirkung
P
p,p'-DDD
DDD ist ein Metabolit von DDT, der insektizide Wirkung besitzt. Es gibt Hinweise auf Kanzerogenität und endokrine Wirksamkeit.
p,p'-DDE
DDE ist der Hauptmetabolit von DDT. Es ist langlebiger als der Ausgangsstoff und reichert sich stark in Organismen an. DDE steht im Verdacht, kanzerogen, mutagen und ein endokriner Disruptor zu sein.
PCB101
PCB101 ist ein niederchloriertes, relativ leichtflüchtiges PCB. Zusammen mit anderen niederchlorierten PCB-Kongeneren (z.B. PCB28 und 52) ist es ein Indikator für akute Belastungen durch kontaminierte Raumluft. Da es relativ schnell abgebaut wird, wird es von Organismen weniger angereichert als die höherchlorierten Kongenere.
PCB118
PCB118 gehört zur Gruppe der toxikologisch relevanten‚ dioxin-ähnlichen PCBs oder WHO-PCBs, die sich molekularbiologisch ähnlich verhalten wie Dioxine und Furane. Sie sind hochtoxisch. In technischen PCB-Gemischen sind sie in Spuren enthalten und können bei Verbrennungsprozessen entstehen.
PCB138
PCB138 ist ein höher chloriertes PCB. Es wird nur sehr langsam abgebaut und besitzt ein hohes Bioakkumulations- und Biomagnifikationspotenzial. Zusammen mit anderen hochchlorierten PCB-Kongeneren (z.B. PCB153 und 180) ist es ein Indikator für die Langzeitbelastung von Organismen, die im Wesentlichen durch kontaminierte Nahrung entsteht.
PCB153
PCB153 ist ein höher chloriertes PCB. Es wird nur sehr langsam abgebaut und besitzt ein hohes Bioakkumulations- und Biomagnifikationspotenzial. Zusammen mit anderen hochchlorierten PCB-Kongeneren (z.B. PCB138 und 180) ist es ein Indikator für die Langzeitbelastung von Organismen, die im Wesentlichen durch kontaminierte Nahrung entsteht.
PCB180
PCB180 ist ein höher chloriertes PCB. Es wird nur sehr langsam abgebaut und besitzt ein hohes Bioakkumulations- und Biomagnifikationspotenzial. Zusammen mit anderen hochchlorierten PCB-Kongeneren (z.B. PCB138 und 153) ist es ein Indikator für die Langzeitbelastung von Organismen, die im Wesentlichen durch kontaminierte Nahrung entsteht.
Pentachlorphenol
Persistenter chlorierter Kohlenwasserstoff und effektives Breitbandbiozid
Persistenz
Eigenschaft von Stoffen, über lange Zeit in der Umwelt zu verbleiben, ohne durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse verändert zu werden
pH-Wert
Der pH-Wert ist ein Maß für den Base- und Säuregehalt eines Mediums
Phenanthren
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit drei verbundenen Sechserringen
Phosphor
Häufiges Element und Bestandteil vieler Mineralien
Phthalate
Weichmacher für PVC und andere Kunststoffe
Polychlorierte Biphenyle
Persistente und toxische Chlorverbindungen
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe
Gruppe organischer Verbindungen mit mindestens drei kondensierten Sechserringen
Polyzyklische Moschusduftstoffe
Gruppe synthetischer Duftstoffe
Priel
Zu- und Abflusssysteme für den Gezeitenstrom im Watt, wobei sich Formen ausbilden, die trotz der regelmäßigen marinen Überflutungen von ihrer Lage her relativ beständig sind
Probenahmegebiete
Die Probenahmegebiete vertreten die Hauptökosystemtypen Deutschlands und berücksichtigen die unterschiedliche Intensität der anthropogenen Beeinflussung und Flächennutzung.
Probenarten
Die Probenarten ermöglichen die Erfassung räumlicher und zeitlicher Belastungen und bieten Informationen über die Gesamtsituation in den unterschiedlichen Probenahmegebieten.
PVC
Polyvinylchlorid. Thermoplastischer Kunststoff, der unter anderem in Fußbodenbelägen, Polsterungen, Rohren und Kabelisolierung verwendet wird
Pyramidenpappel
Ein typischer Laubbaum in ballungsraumnahen Ökosystemen und Indikator zur Charakterisierung der Immissionssituation einer Vegetationsperiode.
Pyren
Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit vier verbundenen Sechserringen
Q
Quecksilber
Natürlich vorkommendes hochtoxisches Übergangsmetall, das unter Normalbedingungen flüssig ist
R
Regenwurm (Aporrectodea longa)
Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen.
Regenwurm (Lumbricus terrestris)
Wichtigste Tiergruppe aller Bodenorganismen.
Reh, einjährig
Die kleinste und häufigste Hirschart Europas.
Reproduktionstoxizität
Potenzial eines Stoffes oder einer Strahlung, die Fortpflanzungsfähigkeit und/oder die embryonale Entwicklung eines Fötus zu beeinträchtigen
Rodentizid
Chemisches Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren wie Ratten oder Mäuse
RoHS
Restriction of Hazardous Substances. EU-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten
S
Schamhaar
Ideale Matrix für den Nachweis einer Methylquecksilberbelastung.
Schwebstoffe
Feine mineralische oder organische Partikel in der Wasserphase, die nicht in Lösung gehen
Schwefel
Häufiges Element, das natürlich als reiner Schwefel und in Form von Sulfid- und Sulfat-Mineralien vorkommt
Selen
Relativ seltenes Element, das natürlich sowohl in seiner elementaren Form als auch in vielen Mineralien vorkommt
Silbermöwe
Die Silbermöwe ernährt sich in Küstennähe hauptsächlich aus dem Meer: von Fischen, Muscheln und Krebstieren.
Speichel
Über die Elementanalytik im Speichel kann die Freisetzung von Legierungsbestandteilen aus Zahnersatzmaterialien erfasst werden.
Stadttaube
In fast jeder Stadt heimisch
Standardabweichung
Maß für die Streuung von Messwerten um ihren Mittelwert
Standardarbeitsanweisungen
Um ein hohes Maß an Qualitätssicherung zu erreichen, sind alle Schritte von der Probenahme über den Probentransport, die Probenaufarbeitung und Analytik bis zur Langzeitlagerung in Standardarbeitsanweisungen (englisch Standard Operating Procedures (SOP)) für alle Probenarten verbindlich festgelegt.
Stockholmer Konvention
POP-(Persistent Organic Pollutant) Konvention. Internationale, völkerrechtlich bindende Übereinkunft über das Verbot und die Beschränkung von bestimmten langlebigen organischen Schadstoffen
Strontium
Sehr reaktionsfreudiges Erdalkalimetall, das in der Natur nur in Form von Verbindungen vorkommt
Studentenkollektive
Je zur Hälfte weibliche und männliche Studenten im Alter von 20 bis 29 Jahren.
T
Tausendnadelgewicht
Gewicht von 1.000 Nadeln eines Baumes in Gramm
Teratogenität
Potenzial eines Stoffes oder einer Strahlung, den Embryo oder Fötus im Mutterleib zu schädigen
Terrestrische Proben
Proben an Land lebender Tiere und an Land wachsender Pflanzen.
Thallium
Seltenes Element, das natürlich als Spurenelement in vielen Mineralien vorkommt
Thallus
Vegetationskörper von Algen (nicht in Stamm, Blatt und Wurzel differenziert)
Toxizität
Toxizität = Giftigkeit
Transekt
Nach bestimmten Kriterien festgelegter Ausschnitt aus der Landschaft oder einem Probenahmegebiet
Tributylzinn
Metallorganische Verbindung des Zinns mit drei Butylgruppen
Triclosan
Chloriertes aromatisches Biozid
Triglyzeride
Speicherform für Fettsäuren und Maß für verschiedene Erkrankungen sowie das Risiko für Thrombose und Gefäßverkalkung
Triphenylzinn
Metallorganische Verbindung des Zinns mit drei Phenylgruppen
Trockengewicht
Bezugsgröße für Schadstoffgehalt, auf die Trockensubstanz bezogen
Tsetse-Fliege
Gattung der Zungenfliegen und Überträger der tropischen Schlafkrankheit des Menschen und der verwandte Nagana-Seuche bei Tieren
Tumorfördende Eigenschaft
Potenzial eines Stoffes, das Wachstum von Tumoren zu beschleunigen
U
Umweltqualitätsnorm (UQN)
Die Konzentration eines bestimmten Schadstoffs oder einer bestimmten Schadstoffgruppe, die in Wasser, Sedimenten oder Biota aus Gründen des Gesundheitsschutzes und Umweltschutzes nicht überschritten werden darf
V
Viskosität
Zähigkeit von Flüssigkeiten, Suspensionen und Schmelzen. Maß für den inneren Widerstand gegenüber Verformung
Vollblut
Ideale Matrix für die meisten Chemikalien, da es im Kontakt mit dem gesamten Organismus und im Gleichgewicht mit den Organen und Geweben steht, in denen Chemikalien gespeichert werden.
W
Wassereinzugsgebiet
Klar abgrenzbare geographische Einheit der Landschaft, die eine Quantifizierung von Materialtransport und -umwandlung ermöglicht (Ein- und Austrag)
Wassergehalt
Parameter zur Umrechnung zwischen Trocken- und Frischgewicht
Z
Zink
Relativ häufiges Element, das in der Natur fast ausschließlich in Erzen vorkommt